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Papierkrippen aus drei Jahrhunderten

Was wäre Weihnachten ohne Krippe und die Vorweihnachtszeit ohne Krippenausstellung?

Im Museum Mechanische Klangfabrik  gab es vom 29. November 2009 bis 10. Jänner 2010 eine besondere Form davon sehen – nämlich: Papierkrippen. Gerade in der Adventszeit war das Basteln einer Papierkrippe eine beliebte Tätigkeit. Das Ausschneiden, Bemalen und Gestalten der Figuren und Krippenlandschaft bildete eine kurzweilige und willkommene Beschäftigung für Kinder und Erwachsene und verkürzte damit das Warten auf das Christkind.

Die Geschichte der Papierkrippe beginnt in Italien bereits im 16. Jahrhundert und von hier aus breitete sie sich rasch über ganz Mitteleuropa aus. Waren die Krippen zunächst vorwiegend in Kirchen, Klöstern und Adelshäusern aufgestellt, fanden sie im 18. und vor allem 19. Jahrhundert ihren Weg in die Häuser und Wohnungen der Bürger. Die weite Verbreitung und die große Popularität der Papierkrippe hängen mit der Entwicklung der Druckgrafik und der damit kostengünstigen Herstellung zusammen. Die Anfälligkeit gegen Feuchtigkeit, Schimmel und Ungeziefer, der Verschleiß durch das alljährliche Aufstellen der Figuren sowie die Möglichkeit ein abgenutztes Kripplein billig durch einen neuen Ausschneidebogen ersetzen zu können, führte zu einer insgesamt gesehen geringen Wertschätzung. Doch darf nicht außer Acht gelassen werden, dass aufwendig hergestellte Papierkrippen in der Regel nur von der bürgerlichen Oberschicht finanzierbar waren.

Die Ausstellung zeigte über 100 Papierkrippen aus drei Jahrhunderten eine Auswahl der umfangreichen Papierkrippen-Sammlung Hösele aus Kindberg. Ob als Kartenkrippen, Buchkrippen, Faltkrippen oder Theaterkrippen, ob von der kleinsten Krippe mit sieben Figuren bis zu Krippen mit mehreren 100 Figuren: sie alle erschlossen dem Besucher die Welt einer fast vergessenen Tradition.


Mehr als 1000 Besucher konnten in der Sonderausstellung begrüßt werden!


Die Geschichte